Donnerstag, 19. Februar 2015

Leidenschaft

Wo ist da der Ehrgeiz, alles besser zu machen? Wo ist der Wunsch nach Zufriedenheit?

Wird sie ewig so freudlos durch die Straßen streifen und im türkisfarbenen Meer aus Tränen treiben? 

Sich für die kleinen Dinge des begeistern, sie nicht gleich wieder vergessen. 
[...] Wenig Antrieb, dafür umso mehr Selbstzweifel. Sie liebt nicht das, was sie tut. Eher zerbricht sie daran. 
Was macht das Leben lebenswert?

Donnerstag, 1. Januar 2015

Silvester

Wir liegen uns in den Armen. Verschwenden keinen Gedanken an morgen, sondern stoßen auf den Moment an. Engel aus Blei? Während sich die Raketen einen Weg hoch in die dunkle Unendlichkeit bahnen und für einen kurzen Augenblick die Nacht einfärben, tanzen wir durchs Wohnzimmer. Scherben bringen schließlich Glück.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Prinzessin

Sie springt ihm entgegen, fällt in seine Arme und lässt sich durch die Luft wirbeln. Einen Moment lang fühlt es sich so an, als könnte sie fliegen. Wäre größer als der Rest der Welt. 
Ihre Augen strahlen, sie muss lachen und steckt ihn unwillkürlich mit ihrer Freude an. Die starken Arme bringen sie sanft zu Boden, dabei blickt sie in die vertrauten Augen. Faszination.
„Es ist ein unglaubliches Gefühl, keinen Boden unter den Füßen zu spüren. Denn ich weiß, dass du mich hältst. Du würdest mich nicht loslassen.“
Das würde er wirklich nicht. Zu sehr ist er vernarrt in diese blonde, liebenswerte, kleine Person. Begeistert von der Leichtigkeit, mit der sie durch die Welt tanzt. Leichtsinn und Lebensfreude.
„Versprochen?“ - „Versprochen.“
Er wird ihr Fels in der Brandung sein. Egal, zu welchem Zeitpunkt - egal ob Juli oder November, Tag oder Nacht, Nebel oder Schnee - er hält sie. Lässt sie nicht los.

Montag, 8. Dezember 2014

Kunst

Schreiben ist Kunst, wenn es uns dazu bringt, über den Tellerrand von nüchternen Bedeutungen, Konjunktionen und Vergleichen hinaus blicken. Wenn zwischen den Zeilen mehr steht, als Buchstaben ein ganzes Buch füllen könnten. Wenn sie uns zum Nachdenken anregen, uns inspirieren, uns Mut machen und uns dazu bringen, endlich aufzustehen.
Wenn uns Buchstaben und Zeichen verbinden.
Es ist unglaublich faszinierend, wie viel Tiefe hinter einer einzigen Parataxe stecken kann. Wenn ein Autor es versteht, mit Worten zu spielen. Hinter allen Symbolen und Metaphern steckt ein unsichtbares Wesen, das Satz für Satz mehr Identität von sich preisgibt. Man muss die Rhetorik nur verstehen und einen Blick hinter die Fassade werfen. Wie so oft.
Gedanken sind ewig. Träume gehen nicht verloren.

Natürlich bin ich Anfänger. Aber ich träume davon, später andere Menschen mit meinen Worten bewegen zu können. Ich will inspirieren, beleben, anregen. Möchte das Wortspiel beherrschen. Und ich bin davon überzeugt, dass das Schreiben und das Lesen wunderbare Möglichkeiten sind, sich selbst ein Stück weit zu verwirklichen, zu entwickeln und gleichzeitig eine Verbindung zwischen zwei Seelen zu schaffen.
Immer die richtigen Worte finden ist schwer. Schreiben ist Kunst.